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Hauptwache Straßwalchen

9. Oktober 1867 -  Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Straßwalchen
In mehrfacher Hinsicht sticht die Freiwillige Feuerwehr von Straßwalchen aus der Reihe der Ortsfeuerwehren im Land Salzburg hervor: Sie ist die drittälteste im Land Salzburg, sie umfasst neben der Hauptwache im Ort noch fünf Löschzüge und verfügt über die stattliche Zahl von 230 aktiven Mitgliedern und 12 Einsatzfahrzeugen.
Straßwalchen war durch Jahrhunderte von verheerenden Bränden heimgesucht worden. Daher war es nur logisch, dass es am 9. Oktober 1867 unter dem Bürgermeister und Landtagsabgeordneten Johann Groh zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Straßwalchen kam. Johann Mühlbauer, Lederermeister wurde zum Obmann und Eustach Gerbl, Bräuer zum Obmann-Stellvertreter gewählt.
1868 wurde eine Knaust-Handdruckspritze und 1872 eine Hydrophormaschine angekauft. Ebenso mussten Schläuche, Leitern und verschiedenes Löschwerkzeug beschafft werden, das zum größten Teil durch großzügige Spenden der Marktbewohner finanziert wurde. Eine Spritzenhütte (Feuerwehrhaus) war bereits im Jahr der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr vorhanden.


1867 - 1926
Das Einsatzgebiet der Freiwilligen Feuerwehr umfasste damals schon alle Gemeinden der Umgebung im salzburgisch-oberösterreichischen Grenzgebiet. Tragisch endete der Einsatz beim Marktbrand in Neumarkt im März 1879, wo Maurermeister August Pröll aus Strasswalchen bei den Löscharbeiten tödlich verunglückte. Im August 1878 fand in Stra?walchen der Feuerwehr-Gauverbandstag der salzburgisch-oberösterreichischen Grenzmärkte statt. Zugleich wurde die Weihe der ersten Fahne feierlich begangen. Die Feuerwehr verfügte in diesen Jahren über zwei Löschzüge, denen im Brandfall die Pferdebesitzer aus der Gemeinde abwechselnd die Bespannung stellen mussten.


In der Zeit um die Jahrhundertwende zählte die Wehr schon über 100 aktive Mitglieder, denen zwei neue Handdruckspritzen zur Verfügung standen. Während des Ersten Weltkrieges wurden viele Strasswalchner Feuerwehrmänner zum Militär eingezogen. So wurde in den Kriegsjahren eine Jugendfeuerwehr ins Leben gerufen, die zusammen mit den nicht eingerückten, älteren Wehrmännern den Feuerschutz übernahmen. 1926 konnte die Wehr die erste fahrbare Motorspritze (Rosenbauer-Einachsanhänger mit Opel-Motor) in Empfang nehmen.


1932 - 1988
Eine Serie von Bränden Anfang der dreißiger Jahre veranlassten die Wehr, 1932 eine Tragkraftspritze von der Firma Gugg in Braunau anzukaufen.
Einen Schwerpunkt innerhalb der Feuerwehr bildete damals auch das Rettungswesen. Eine Sanitätsabteilung wurde bereits im Jahre 1912 gegründet. Das 1935 angekaufte erste Löschfahrzeug (Steyr 640) war auch als Rettungswagen zu verwenden, denn anstelle der Tragkraftspritze konnte man eine Tragbahre einschieben. Viele Kranke und Verletzte aus Straßwalchen und Umgebung wurden mit diesem Fahrzeug bis in die Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg ins Krankenhaus nach Salzburg transportiert.

Die Gemeindefeuerwehr wurde durch das Landesgesetz vom 13. September 1935 geschaffen, das auch die Feuerwehren von Hager-Hochfeld, Haidach, Irrsdorf, Steindorf und Watzlberg mit der Ortsfeuerwehr zusammen führte. Die Kriegsjahre 1944/45 stellten an die Feuerwehr Straßwalchen große Anforderungen, da sie nach jedem Bombenangriff auf die Stadt Salzburg dorthin zur Hilfe eilen musste. Bei diesen Einsätzen stellte auch die Jugendfeuerwehr, die schon zu Kriegsbeginn aufgestellt worden war, ihren Mann. Von 14 Löschfahrzeugen der Deutschen Wehrmacht, die in Straßwalchen zurück gelassen wurden, konnte unsere Wehr ein schweres Löschfahrzeug (Mercedes-Benz), ein leichtes Löschfahrzeug (Mercedes-Benz) und ein Tanklöschfahrzeug (Opel-Blitz) übernehmen. In den folgenden Jahren ging man an die Errichtung des neuen Feuerwehrhauses, das unter tatkräftiger Mithilfe der Bevölkerung bis zum Jahre 1949 fertig gestellt war. 1952, zum 85. Gründungsfest, wurde eine neue Fahne geweiht.

Auch der Modernisierung der Ausrüstung stand nun nichts mehr im Wege. 1960 wurde ein Löschfahrzeug (Opel-Blitz) mit Vorbaupumpe, 1966 ein Tanklöschfahrzeug (Mercedes-Benz) mit Hochdruckpumpe angekauft. Auch auf den kontinuierlichen Ausbau des Funkwesens wurde seit 1967 großer Wert gelegt. Schwerer Atemschutz ist ebenfalls seit 1966 in Verwendung.

1981 stationierte der Landesfeuerwehrverband Salzburg ein Kleinrüstfahrzeug KRF-B mit der technischen Ausrüstung (Hydraulisches Rettungsgerät, Greifzug, Belüftungsgerät etc.) in Straßwalchen und zum 115-jährigen Bestandsjubiläum 1982 konnte ein neues Tanklöschfahrzeug TLFA 3000 in Dienst gestellt werden. Nach langen Bemühungen gelang es, im Dezember 1983 eine gemeinsame Funk- und Telefonzentrale für Feuerwehr und Rotes Kreuz in Betrieb zu nehmen. Gleichzeitig begann man mit dem Ausbau der stillen Alarmierung (Piepser). Beim Pfarrhofbrand 1987 wurde erstmals der Hubsteiger der Berufsfeuerwehr Salzburg in Straßwalchen eingesetzt. Dieser Einsatz war auch ausschlaggebend für den Ankauf einer Drehleiter 1988, die gemeinsam mit den Gemeinden Neumarkt, Köstendorf und Schleedorf finanziert wurde.


1990 bis 2008

 1990 konnte der Anbau beim Feuerwehrhaus, der der Feuerwehr zwei neue Stellplätze, dem Roten Kreuz drei neue Stellplätze und einen gemeinsamen Schulungsraum für beide Organisationen brachten, seiner Bestimmung übergeben werden. Herausragend im Jahre 1991 waren ein Großbrand beim Weberbauern in Neuhofen und umfangreiche Hochwassereinsätze im August.
1994 wurde mit finanzieller Hilfe des Landes-Feuerwehrverbandes ein neues Rüstfahrzeug RF-A (Steyr 13 S 26) mit umfangreicher technischer Ausrüstung (Seilwinde etc.) in den Dienst gestellt. Gleichzeitig erfolgte die Einstufung der Feuerwehr in Feuerwehr- und Ortsklasse IV, womit der Ortsfeuerwehrkommandant nun den Dienstgrad Abteilungsbrandinspektor führt.

1995 wurde die Verwaltung der Feuerwehr auf EDV-Basis (FIS-Feuerwehr-System) umgestellt. Die Erweiterung der Funkkanäle erforderte den Ankauf neuer Mobilfunkgeräte für die Feuerwehrfahrzeuge. Zündelnde Kinder entfachten im Sommer 1996 einen Großbrand der Heulagerhalle beim Maxlbauern in Pfenniglanden. Im Jahre 1997 sorgten im Oktober zwei Großbrände landwirtschaftlicher Anwesen beim Tonibauer in Außerroid und beim Daxerbauern in Haidach für großes Aufsehen. 1998 wurde das 32 Jahre alte Tanklöschfahrzeug TLFA 2000 durch ein modernes TLFA 3000 (SCANIA – Aufbau Seiwald) ersetzt. 1999: Im Rahmen der 1200 Jahr-Feier von Straßwalchen fand im April der Bezirksfeuerwehrtag statt; im Juni wurde am Irrsberg eine große Waldbrandübung abgehalten und im Juli traf sich die Feuerwehrjugend zum Bezirks-Jugendlager.

Steigende Einsätze machten den Ankauf eines Mannschaftstransportfahrzeuges MTF (VW syncro) im Jahre 2000 notwendig. Im Jahre 2001 stellten Herr Erich Wagner (Erlebnispark Strasswalchen) und Herr Bürgermeister Fritz Kreil der Feuerwehr ein Leichtmotorrad BMW C 1 zur Verfügung.
Im Jahre 2003 wurden die Atemschutzgeräte im TLFA 3000 auf 300 bar Composite-Flaschen umgerüstet wodurch ein wesentlich besserer Tragekomfort erreicht wurde. 2005 wurde eine Wärmebildkamera Marke Auer vom Landesfeuerwehrverband Salzburg übernommen.

Am 15. Dezember 2003 wurde nach 20-jähriger Tätigkeit die Abschnitts-Nachrichtenzentrale Strasswalchen geschlossen. Die Feuerwehr Strasswalchen wird seither von der Landes-Warnzentrale in Salzburg aus alarmiert. 2007 wurde ein Versorgungsfahrzeug (VF) der Marke Renault Master angekauft. Der feuerwehrtechnische Teil mit Planenaufbau wurde von der ortsansässigen Firma Lagermax durchgeführt.

Da die Feuerwehr Straßwalchen auch für den Brandschutz des zweitgrößten Erdgaslagers Europas zuständig ist wurden der örtlichen Feuerwehr zwei ex-geschützte Handfunkgeräte von der Firma RAG zur Verfügung gestellt. Anfang 2009 wird die Drehleiter DLK 18 (Baujahr 1988) durch eine neue DLK 30 auf Fahrgestell Mercedes Atego 1528 der Marke Metz ausgetauscht. Ebenfalls wird das 27 Jahre alte hydraulische Rettungsgerät durch eine neues, den heutigen Anforderungen entsprechendes, Rettungsgerät der Marke Weber ersetzt.


2010 bis heute

Durch großes Engagement von Martin Beitschek und Heimo Plank konnte 2010 erfreulicher Weise der "Jugend-Betrieb" in der Feuerwehr Straßwalchen erneut aufgenommen werden. In den Jahren 1988 bis 2006 war die Feuerwehrjugend beim LZ Steindorf untergebracht.

Im Jahre 2011 begann der kontinuierliche Austausch der grünen Einsatzuniformen auf die neuen, sandfarbigen Einsatzuniformen auszutauschen.

Zu einem tragischen Flugzeugabsturz kam es im Juni 2012 im Bereich Ederbauer/Voglhub. Eine Cessna 150 stürzte in eine Wiese nahe der Landesgrenze zu Oberösterreich, wobei beide Insassen ums Leben kamen.

Der Bau der Umfahrung Straßwalchen mit zwei Unterflurtrassen machte die Anschaffung eines Rüstlöschfahrzeuges-Tunnel (Mercedes-Benz Atego, Aufbau Rosenbauer) notwendig welches im Dezember 2014 an die Freiwillige Feuerwehr Straßwalchen ausgeliefert wurde.

Nachdem die alten Helme über 20 Jahren in Verwendung waren, war 2016 der Ankauf von neuen Helmen (Rosenbauer Heros Titan) erforderlich.

Neben zahlreicher Einsätze im eigenen Gemeindegebiet galt es im Jahr 2017 auch den Brand eines landwirtschaftlichen Objektes in Oberhofen am Irrsee sowie einen Großbrand beim Sägewerk Feldbacher in Mittererb im benachbarten Oberösterreich zu bekämpfen.

Bei der Gemeindevertretungssitzung am 31.08.2017 wurde der einstimmige Beschluss für den Ankauf eines Grundstückes im Ausmaß von ca. 8.000 m² zur Errichtung einer neuen Kinderbetreuungseinrichtung und einer neuen Feuerwehr-Hauptwache gefasst. 

Mit einem Jahr Verspätung wurden im Juli 2018 die dreitägigen Feierlichkeiten anlässlich des 150jährigen Gründungsjubiläums begangen.

Im April 2019 erfolgte an der Bahnhofstraße der Spatenstich für den Neubau von Kindergarten und neuer Feuerwehr-Hauptwache. Realisiert wird/wurde das Projekt der Firma Fally + Partner Architekten ZT GmbH, welches sich beim vorangegangenen, anonymen Architektenwettbewerb (Realisierungswettbewerb) gegen elf weitere Projekte durchsetzen konnte und somit als Sieger hervorging.

Am 24. September 2020 übersiedelte die Hauptwache in das neue Feuerwehrhaus in der Bahnhofstraße 31. Rund eine Woche später, am 3. Oktober 2020 erfolgte die offizielle Eröffnung des neuen Gebäudes. Aufgrund der zu diesem Zeitpunkt geltenden COVID-19 Beschränkungen musste diese Veranstaltung leider unter Ausschluss der Öffentlichkeit abgehalten werden und fand nur mit einem sehr eingeschränkten Personenkreis statt.

Am 23.12.2021 konnte eine neues KDOFA auf VW Crafter in Dienst gestellt werden, welches das bisherige Kommandofahrzeug VW T4 Baujahr 2000 ersetzt. Der feuerwehrtechnische Aufbau dieses Fahrzeuges wurde von der Firma Lagermax durchgeführt.

Kommandaten Chronik:
1867-1869: Johann Mühlbauer, Gerbermeister
1869-1871: Eustach Gerbl, Kaufmann
1871-1888: Johann Groh, Landtagsabgeordneter
1888-1890: Paul Würtinger, Kaufmann
1890-1891: Johann Groh, Landtagsabgeordneter
1891-1892: Karl Vicenz, Schmiedemeister
1892-1894: Paul Würtinger, Kaufmann
1894-1898: Johann Groh, Landtagsabgeordneter
1898-1899: Franz Fink, Gastwirt
1899-1900: Franz Waldmann, Landwirt
1900-1903: Anton Fischer, Gastwirt
1903-1906: Wilhelm Jesinger, Kaufmann
1906-1910: August Gerbl, Gastwirt
1910-1918: Paul Gassner, Zementwarenerzeuger
1918-1921: Karl Bahn, Fleischhauer und Gastwirt
1921-1927: Eduard Goldner, Kaufmann
1927-1956: Friedrich Gugg, Gastwirt, Bürgermeister
1957-1961: Josef Probst, Wagnermeister
1961-1975: Richard Schaurecker, Kaufmann, Bürgermeister
1975-1990: Josef Mühlbauer, Ledertechniker
1990-2003: Franz Goldner, Hauptschullehrer
2003-2018: Wilhelm Nobis, techn. Angestellter
seit 2018:   Martin Beitschek, Angestellter

LZ Hager-Hochfeld

1930: Am 12. April 1930 wurde die Freiwillige Feuerwehr Hager-Hochfeld in Zagling gegründet. Von den 35 Mitgliedern wurde Anton Knoll zum ersten Kommandanten gewählt. Am 3. August wurde die erste Motorspritze von der Firma Gugg in Braunau/I gekauft. Sie hatte eine Leistung von 400 l/min und kostete 8.300,00 Schilling; mit Zubehör und 300 m Schläuchen.


1932: In diesem Jahr wurde neben der Volksschule in Hochfeld das erste Feuerwehrhaus errichtet.

1935: Die Freiwillige Feuerwehr Hager-Hochfeld kam per Landesgesetz zur Ortsfeuerwehr Straßwalchen und wurde als Löschzug integriert.

1950: Fahnenweihe und Einweihung der "Zeugstätte" Hager in Jagdhub.

1958: In diesem Jahr wurde für Hochfeld eine neue Tragkraftspritze mit Spritzenwagen angekauft. Im Sommer 1958 wurde die neue Zeugstätte in Winkl fertiggestellt.

1961: Der Löschzug Hager bekam eine neue Tragkraftspritze der Firma Rosenbauer.

1978: Es wurde für den Löschzug Hager ein gebrauchter Steyr 586 und für den Löschzug Hochfeld ein Ford Transit angekauft und in Eigenregie auf Löschfahrzeuge umgebaut.

1980: Baubeginn für das neue Feuerwehrhaus des Löschzuges Hager.

1983: Im Beisein vieler Vereine und der Bevölkerung wurde die neue Fahne für den Löschzug Hager-Hochfeld und das Feuerwehrhaus Hager festlich eingeweiht.

1990: Die alten Tragkraftspritzen beider Löschzüge wurden durch neuere, verbesserte ersetzt.

1992: Durch den freiwilligen und unermüdlichen Einsatz wurde in kürzester Zeit das Feuerwehrhaus in Hochfeld, Winkl umgebaut und eingeweiht.

1993: Im Zuge der 100 Jahr Feier der Volksschule Hochfeld fand ein großes Fest statt. Im Rahmen eines Festaktes wurde das neue Kleinlöschfahrzeug für Hochfeld und die beiden neuen Tragkraftspritzen gesegnet.

2002: Sanierung des Feuerwehrhauses Hager. Die Außenmauern wurden trockengelegt, der Aufenthaltsraum isoliert und neu eingerichtet.

2005: 75-jähriges Gründungsfest LZ Hager-Hochfeld

2007:
Spatenstich zum Erweiterungsbau beim Feuerwehrhaus in Winkl. Durch Hebung des Dachstuhles konnte ein Bereitschaftsraum geschaffen werden. Ebenso wurden ein neuer Stiegenaufgang und Parkplätze errichtet. Geld- und Holzspenden der Bevölkerung sowie viele freiwillige Leistungen der Feuerwehrmitglieder ermöglichten eine Fertigstellung noch im selben Jahr.

2008: Segnung des neuen Feuerwehrhauses. Zu diesem Anlass wurde auch die Fahne restauriert.

2016: Übernahme und Segnung des neuen KLF-A Mercedes Benz Sprinter 519 CDI 4x4

2019: Übernahme und Segnung des neuen LF-A Mercedes Benz Atego 1123 AF 4x4 

 

Kommandaten-Chronik:
1930 - 1937: Anton Knoll, Hiaslbauer in Zagling
1937 - 1950: Wohlfahrtstätter Nikolaus, Haslinger in Winkl
1950 - 1979: Fröhlich Alois, Wirt in Zagling
1979 - 1995: Dirnhammer Gottlieb, Hattinger in Rilling
1995 - 2014: Schinwald Josef, ÖBB Beamter
seit 2014:     Loibichler Hans, Ederbauer in Eingarten

LZ Haidach

1927: Am 24. August 1927 wurde die Freiwillige Feuerwehr Haidach unter dem Vorsitz von Wehr-kamerad Eduard Goldner aus Straßwalchen gegründet. Von den 24 aktiven Mitgliedern wur-de Georg Schinagl, Peterbauer in Haidach, zum ersten Kommandanten der Freiwilligen Feuer-wehr Haidach gewählt. Als Mindestmitgliedsbeitrag wurden damals 50 Groschen festgelegt. Noch im Gründungsjahr wurde eine Handspritze angekauft, die in einer bis 1958 existieren-den Spritzenhütte untergestellt war.

1935: In diesem Jahr erfolgte die Zusammenlegung der Markt- und Landgemeinde Straßwalchen. Aus diesem Grund wurde auch die Freiwillige Feuerwehr Haidach an die Ortsfeuerwehr ange-schlossen und von da an als Löschzug Haidach geführt.
In diesem Jahr wurde auch die Handdruckspritze durch eine Motorspritze ersetzt. Weitere Anschaffungen von Motortragkraftspritzen erfolgten in den Jahren 1954, 1964 und 1987. Früher wurde ein gebrauchter Pferdewagen zum Transport eingesetzt, dieser wurde 1955 durch einen Traktoranhänger ersetzt. Eingestellt waren die Geräte in einer Scheune direkt im Anschluss am ehemaligen Getreidekasten der Familie Schleicher, Feindbauer in Haidach.

1959: Die Mitglieder des Löschzuges errichteten unter Mithilfe der Bevölkerung in Eigenregie ein neues Zeughaus.

1962: Der Löschzug Haidach wurde mit einer Handsirene ausgestattet und es wurde 1968 ein Schlauchturm errichtet.

1972: Es wurde ein gebrauchtes VW-Postfahrzeug mit Doppelkabine angekauft und von den Kame-raden zum ersten motorisierten Einsatzfahrzeug umgebaut.

1978: Das ehemalige Postauto wurde durch einen ebenfalls umgebauten Mercedes Unimog ersetzt, welcher damals um ATS 25.000,- angekauft wurde. Weitere Aufrüstungen mit Funk- und Atemschutzgeräten, Heusonde, Tauchpumpe, neue Schutzhelme usw. folgten. Auch alle notwendigen Wasserentnahmestellen konnten nach und nach realisiert werden.

1987: Groß gefeiert wurde im Jahre 1987 das 60-jährige Gründungsfest. Zu diesem Anlass wurde der Löschzug Haidach erstmals mit einem neuen Einsatzfahrzeug der Marke VW-LT-40 All-rad ausgestattet. Im Beisein zahlreicher Vereine und großer Anteilnahme der Bevölkerung wurde das neue Einsatzfahrzeug im Rahmen eines Festaktes gesegnet und anschließend seiner Bestimmung übergeben.

2001: Baubeginn eines neuen Feruwehrhauses am Ortsrand von Haidach in Richtung Roidwalchen. Durch großen unermüdlichen und freiwilligen Einsatz wurde innerhalb eines Jahres von den Mitgliedern und freiwilligen Helfern ein den heutigen Anforderungen entsprechendes Feuerwehrhaus errichtet. Das Holz für den Dachstuhl wurde von verschiedenen Waldbesitzern gratis zur Verfügung gestellt.

2002: Im September 2002 wurde das neue Feuerwehrhaus zum 75-jährigen Gründungsfest eingeweiht. Neben Latein zählt auch Roidwalchen nach Auflösung der eigenen Feuerwehr im Jahre 1951 mit dem angrenzenden Holzfeld zum Einzugsgebiet des Löschzuges. Haidach, der kleine Ort an der Grenze zu Oberösterreich, ist seit jeher auch ins Innviertel reichende Emmerland eingegliedert. Dadurch stammt auch immer ein großer Teil der Mitglieder aus Oberösterreich, um gemeinsam bei Bedarf Hab und Gut des Nächsten zu retten.

2005: Ankauf einer neuen Motorkettensäge

2008: Ankauf einer neuen Tragkraftspritze Rosenbauer FOX und Segnung bei der Florianifeier

2015: Ankauf von 27 Garnituren Einsatzuniformen

2016: Nach 29 Jahren wurde beschlossen ein neues KLF-A anzukaufen. Mit Unterstützung der Gemeinde und des Landesfeuerwehrverbandes erfolgte die Bestellung im Frühjahr 2016

2017: Segnung des neuen KLF-A Haidach am 3. Juni beim Feuerwehrfest in Roidwalchen anlässlich des 90jährigen Grundungsjubiläums. 

 

Kommandaten-Chronik:
1927-1939 Schinagl Georg, Peterbauer in Haidach
1939-1943 Angaben fehlen
1943-1951 Hofbauer Johann, Maurer, Haidach
1951-1958 Standl Johann, Meisterbauer, Wimpassing
1958-1977 Weinberger Johann, Schneider und Landwirt, Pfannenstiel
1977-2000 Schinagl Franz, Kraftfahrer, Haidach
2000-2011 Holzinger Herbert, Molker u. Käser, Braunauerstraße
seit 2011 Josef Lechner, Elektrotechniker, Latein

LZ Steindorf

Am 24. August 1910 wurde die Freiwillige Feuerwehr in Steindorf gegründet. Bei der konstituierenden Sitzung im Gasthaus Mitterwirt meldeten sich sofort 19 aktive und 3 unterstützende Mitglieder. Kurz darauf kam es zur Teilung der Feuerwehr in 2 Züge:
1. Zug: Steindorf und Stadlberg (Leopold Herzog (Zenz) Steigerführer);
2. Zug: Roidwalchen (Bamberger Johann Zugsführer)

Als Ausrüstung stand eine Handdruckspritze zur Verfügung. Eine Spritzenhütte wurde 1912 errichtet. Das Motorzeitalter brach in Steindorf 1940 an, als der damals schon zum Löschzug gewandelten Wehr eine Tragkraftspritze zur Verfügung gestellt wurde, der 1950 und 1964 weitere derartige Pumpen folgten. Eine Tragkraftspritze Marke BMW FOX (TS12) wurde im Jahr 1996 für den Löschzug Steindorf angekauft.

Zur Fahnenweihe am 2. Juni 1957 spendete Frau Theresia Schwaighofer eine Fahne und wurde zur "Fahnenmutter" gewählt. Fahnenpatinnen waren Frau Maria Müller und Frau Christine Schwaighofer.

Nach dem Krieg (1951) wurde ein Dodge als erstes Fahrzeug in Dienst genommen.  1966 wurde von der SAFE eine Steyr 380 angekauft und als Löschfahrzeug umgebaut.
Im Jahre 1981 wurde ein neues Löschfahrzeug vom Typ Mercedes 613 D in den Dienst gestellt. Die Segnung dieses Fahrzeuges, verbunden mit dem 70-jährigen Gründungsfest, fand am 12. Juli 1981 statt. Im Jahr 1998 wurde durch die Hauptwache Straßwalchen ein TLF 3000 dem Löschzug Steindorf zur Verfügung gestellt.

Handfunkgeräte sind seit 1977 und 3 Stk. Preßluftatmer seit 1978 in Verwendung. Auch die Einsatzbekleidung wurde nach und nach erneuert. Seit dem Jahr 1998 stehen dem Löschzug Steindorf Rufempfänger (Piepser) zur Verfügung.

Feuerlöschteiche errichtete man 1968 in Steindorf (nähe Kasparbauer) und in Stadlberg (nähe Pointbauer). Im Jahre 1985 wurde beim Kanalausgang (beim ehem. Möbelhaus Schwaighofer) ein Staubecken und am Steindorfer Bach (nähe Kern) ein weiterer Löschteich errichtet.

Die Feuerwehrjugend des Löschzuges Steindorf wurde 1988 unter Löschzugkommandant Bm Johann Herzog gegründet.

Mit dem Bau des neuen Feuerwehrhauses wurde 1991 begonnen. Nach 3-jähriger Bauzeit kann der Löschzug Steindorf ein zeitgerechtes Feuerwehrhaus sein eigen nennen.
Die Feuerwehrhaussegnung fand am 1. Mai 1994, im Rahmen eines 3-tägigen Feuerwehrfestes, statt.

Im Jahre 1998 wurde ein gebrauchtes TLFA 3000 (Marke Mercedes-Benz, Baujahr 1982) von der Hauptwache Straßwalchen übernommen. Aufgrund von Witterungseinflüssen wurde es notwendig, die Außenfassade, des in der Zeit von 1991 - 1993 errichteten Feuerwehrhauses, zu sanieren. Von 16. April 2004 bis 9. Juni 2004 wurde eine komplette Fassadensanierung durchgeführt. Von den Mitgliedern der Feuerwehr Steindorf wurden dafür 450 unentgeltliche Arbeitsstunden geleistet. Im Jahre 2008 wurde ein neuer Hochdrucklüfter im Tanklöschfahrzeug eingebaut.

 

Kommandaten-Chronik:
1910 - 1932 Matthäus Schwaighofer, Sägemeister
1932 - 1933 Franz Wörndl, Hofstätterbauer
1933 Leopold Herzog, Huberbauer
1933 - 1936 Josef Schwaighofer, Zimmermeister
1936 - 1939 Zechleitner, Sommerauerbauer
1948 - 1951 Josef Klinger, Stafferbauer
1951 - 1957 Franz Schwaighofer, Tischlermeister und Mitterwirt
1957 - 1964 Max Holzinger, Reichlbauer
1964 - 1969 Johann Herzog, Kaufmann
1969 - 1978 Leopold Herzog, Huberbauer
1978 - 1988 Josef Netzthaler, Kraftfahrer
1988 - 2003 Johann Herzog, Kaufmann
2003 - 2018 Johann Imser, Techniker
seit 2018     Robert Rieger

LZ Watzlberg

1924 fand die Gründung der Feuerwehr Watzlberg statt. Im Gasthof Asen traf man sich zur ersten Sitzung, wo sich 40 Männer für den aktiven Feuerwehrdienst entschieden. Als Mindestmitgliedsbeitrag wurden in der damaligen Inflationszeit 5000 Kronen festgesetzt, vielfach wurden jedoch 50.000 Kronen gespendet. An den Landesfeuerwehrverband mussten pro Mann 3000 Kronen abgeführt werden. Ab dem Gründungsjahr hatte die Wehr eine Handspritze zur Verfügung, 1945 erhielt der Löschzug Watzlberg eine Motorspritze mit Anhänger. 1951 wurde in Robotleistung das Feuerwehrhaus mit Schlauchturm errichtet. 1965 erfolgte die Anschaffung eines Kleinlöschfahrzeuges der Marke Land Rover, sechs Jahre später der Kauf einer neuen Motorspritze. 1973 nahmen neun Mann erfolgreich am Bewerb um das Leistungsabzeichen in Silber und Bronze in Tamsweg teil, zwei Mann errangen 1979 das Goldene Leistungsabzeichen. In diesem Jahr hatte der Löschzug insgesamt 60 Mitglieder in seinen Reihen.

Organisatorische und Technische Entwicklung:

1924: Gründung mit 40 Mitgliedern
1945: Löschanhänger, Tragkraftspritze
1951-1996: Feuerwehrhaus mit hölzernem Schlauchturm
1965: Um eines kleine Land Rovers zu einem Kleinlöschfahrzeug
1971: Tragkraftspritze VW 75 Automatic – Marke Rosenbauer
1979: Erstes Handfunkgerät PN 72
1983: Erstes Mobilfunkgerät CN 502
1984: 60-jähriges Gründungsfest
1984-2003: Kleinlöschfahrzeug VW LT 35 – Marke Rosenbauer
1988: Tragkraftspritze BMW Fox TS 12 – Marke Rosenbauer
1990: Neues Handfunkgerät EP 860-80 – Marke Kyodo-Elin
1994: Ausrüstung mit neuen Atemschutzgeräten – Marke Auer BD 79/83
1995: Ankauf des Lagerhauses Watzlberg und Umbau zu einem Feuerwehrhaus
1996: Feuerwehrhaus-Segnung
1997: Neues Mobilfunkgerät SE 550 – Marke Ascom
1998: Ankauf Feuerwehrhelme Heros II – Marke Rosenbauer; Ankauf Schutzjacke blau
2003: Übernahme Löschfahrzeug Mercedes-Benz 613 D vom Löschzug Irrsdorf
2004: Ausrüstung der Mannschaft mit Einsatzbekleidung Fireshield grün

 

Kommandaten-Chronik:
1924 – 1926 Franz Hauser Sen.
1926 – 1931 Franz Haushofer
1931  Josef Asen
1931 – 1939 Michael Weißl sen.
1948 – 1950 Josef Asen
1950 – 1957 Michael Weißl jun.
1957 – 1965 Anton Hauser
1965 – 1974 Franz Haushofer jun.
1974 – 1990 Johann Ensinger
1990 – 2002 Alois Lugstein
Seit 2002 Franz Hauser